Einfach erklärt

Die Einkommensteuer.

Hier findest Du die wichtigsten Grundlagen rund um Einkommensteuer und Steuererklärung – in einfacher Sprache, ohne Fachchinesisch und ohne Paragraphen-Geballer.

Was ist die Einkommensteuer überhaupt?

Die Einkommensteuer ist die Steuer auf das, was Du im Jahr verdienst – Gehalt, Rente, Mieteinnahmen und Co. Sie ist die Steuer, um die sich bei der jährlichen Steuererklärung alles dreht.

Lohnsteuer und Einkommensteuer – was ist der Unterschied?

Die Lohnsteuer ist keine eigene Steuer, sondern eine Vorauszahlung auf die Einkommensteuer. Dein Arbeitgeber behält sie jeden Monat direkt vom Gehalt ein und führt sie ans Finanzamt ab. Mit der Steuererklärung wird später abgerechnet, ob übers Jahr zu viel oder zu wenig vorausgezahlt wurde.

Was sind Einkünfte?

Alles, was Du im Jahr einnimmst, sortiert das Finanzamt in verschiedene Töpfe: Gehalt, Rente, Mieteinnahmen, Zinsen und so weiter. Von jedem Topf werden die Kosten abgezogen, die damit zusammenhängen – zum Beispiel beim Gehalt die Kosten rund um den Job. Was danach übrig bleibt, sind Deine Einkünfte.

Was sind Werbungskosten?

Genau diese Kosten rund um den Job haben im Steuerrecht einen eigenen Namen: Werbungskosten. Mit Werbung hat das nichts zu tun – der Begriff ist alt und meint Kosten, die Dir entstehen, um Dein Gehalt überhaupt zu verdienen. Dazu zählen zum Beispiel der tägliche Weg zur Arbeit, Dienstreisen, Homeoffice-Tage, Arbeitsmittel wie Laptop oder Werkzeug, Fortbildungen und Bewerbungskosten.

Das Praktische: Einen festen Betrag davon bekommt jede:r Angestellte automatisch angerechnet – den sogenannten Arbeitnehmer-Pauschbetrag. Dafür brauchst Du keinen einzigen Beleg. Einzeln auflisten lohnt sich erst, wenn Deine tatsächlichen Jobkosten darüber liegen – dann zählt aber auch jeder Euro. Die aktuelle Höhe des Pauschbetrags findest Du in den Fragen & Antworten.

Was ist Einkommen?

Rechnet man alle Einkünfte zusammen und zieht weitere Posten ab – zum Beispiel Versicherungsbeiträge oder Spenden –, kommt das Einkommen heraus. Im Alltag benutzen viele „Einkommen“ und „Einkünfte“ gleichbedeutend – im Steuerrecht sind es zwei verschiedene Zwischenschritte derselben Rechnung.

Was ist das zu versteuernde Einkommen?

Das Endergebnis dieser Rechnung: die Zahl, auf die am Ende tatsächlich Steuern berechnet werden. Weil vorher schon Kosten, Freibeträge und andere Abzüge abgezogen wurden, ist es fast immer deutlich niedriger als das Bruttogehalt.

Was ist der Grundfreibetrag?

Ein Grundbetrag Deines Einkommens bleibt immer steuerfrei – dafür sorgt der Grundfreibetrag. Erst auf den Teil darüber fallen Steuern an. Er soll das Existenzminimum sichern und wird regelmäßig angehoben. Die aktuelle Höhe findest Du in den Fragen & Antworten.

Was bedeuten die Steuerklassen?

Die Steuerklasse bestimmt, wie viel Lohnsteuer Dir monatlich vom Gehalt abgezogen wird. Sie richtet sich vor allem nach Deiner Lebenssituation – zum Beispiel ledig, verheiratet, alleinerziehend oder Zweitjob. Wichtig zu wissen: Die Steuerklasse ändert nicht, wie viel Steuer Du am Ende wirklich zahlst. Sie verteilt nur, wie viel davon schon unterm Jahr einbehalten wird – endgültig abgerechnet wird mit der Steuererklärung.

Was ist eine Steuererklärung?

Mit der Steuererklärung wird einmal im Jahr abgerechnet: Wie viel Steuer wäre eigentlich fällig gewesen – und wie viel wurde schon bezahlt? Wurde übers Jahr zu viel einbehalten, gibt es Geld zurück. Wurde zu wenig gezahlt, kommt eine Nachzahlung.

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